WIR FUHREN GEN‘ITALIEN...(die Fotos)

Auffahrt 2001. Wir wollen den neuen Bus von Onkel Frédéric testen. Der ist neu, schön silbern, mit toller Innenausstattung, 3 Liegeplätzen, komischer Türschliessautomatik...ach ja, endurieren wollen wir auch noch, so nebenbei... Wir, das sind Frédéric S., Felix G. und meine Wenigkeit. Wo es uns hinschlägt, steht noch nicht genau fest. Einfach mal mit dem Finger auf die Landkarte tippen. Hm, irgendwas mit Hintertuttifrutti. Egal, Albergo aufsuchen Mopeds abladen, losballern. Viele Wege führen ins Nichts, aber eine Spitzenflussdurchfahrt versüsst den Tag. Schlangenstören und Pferdeschocken. Zweiter Tag, das Glück ist uns hold. Schöne Höhenwanderung per Zweirad. Wir tauchen mitten unter schweizer Goldwing-Fahrern auf einer Haupstrasse auf, welche die Welt nicht verstehen, als sie unsere dreckigen Mopeds und Klamotten sehen. Und da wir ihnen noch weismachen, wir würden nur so vor Dreck starren, weil die Strasse hier in sehr schlechten Zustand seien, kriegen sie den Mund gar nicht mehr zu. Ihre Sozia’s wollen aber unbedingt Fotos von uns...

Felix quetscht seinen Oberschenkel in einem Hohlweg voller Steinblöcke. Dann brennt er seine Kupplung durch und kehrt um. Frédéric und ich folgen dem Weg weiter und werden mit feinsten Singletracks belohnt. Dritter Tag, Felix kann kaum laufen. So fährt der Rest alleine los. Es folgt der Pfad der sechs Hindernisse. Abgerutschte Hänge, Trialpassagen und umgestürzte Bäume lassen eine Trampelpfad zur Tortur werden. 8km in 3-4 Stunden! Im Niemandsland finden die ausgepumten Körper Flüssigkeit in einer schönen Bar. Alle Wege sind sehr technisch zu fahren. So haben wir keine riesen Strecken zurückgelegt, sind aber trotzdem abgekämpft. Zurück in die Herberge, duschen

und Abfahrt. Haben keinen Bock auf Rückreisestau beim Gotthard. Wir sehn‘ uns im Gelände, Mathe...